Es gibt nur wenige deutsche Sänger aus der Country-Szene, die mit ihrer Musik über viele Jahre sehr erfolgreich waren. Einer dieser Sänger ist ohne Zweifel Gunter Gabriel. Er hat aber in seiner langen Karriere nicht nur mit seiner Musik für Furore gesorgt, sondern oft auch mit persönlichen Eskapaden und Fehltritten. Wir werfen in diesem kurzen Artikel einen Blick auf das bewegte Leben des Sängers.

Gabriel wurde am 11. Juni 1942 geboren und wuchs in schwierigen familiären Verhältnissen auf. Seine Mutter starb, als er gerade einmal vier Jahre alt war, sein Vater war von Alkohol abhängig und schlug den Sohn oft. Er verließ die Schule früh und hatte verschiedene kleinere Jobs. Dann entschied er sich dafür, das Fachabi nachzuholen und studierte im Anschluss in Hannover Maschinenbau, brach das Studium aber ab, als er erste Erfolge mit selbst komponierter Musik erzielte.

Sein erster Hit war im Jahr 1974 der Fernfahrersong “Er ist ein Kerl”. Schnell konnte Gabriel auch weitere Erfolge für sich verbuchen und wurde in größere Labels aufgenommen. Dabei kopierte Gabriel häufig Songs von Johnny Cash, indem er sie einfach ins Deutsche übertrug. So etwa den Hit “Wanted man”, bei bei Gabriel heiß: “Ich werd gesucht in Bremerhaven”. Es gelang ihm aber dennoch, einen eigenen Stil zu entwickeln und die Songs neu zu interpretieren.

Er war aber auch als Schreiber für andere Sänger wie Frank Zander und Juliane Werding aktiv und bescherte Ihnen so einige Hits. Gegen Ende seiner Karriere machte Gabriel aber zusehends durch Konsum von Drogen und Alkohol auf sich aufmerksam. Er trat zwar noch vor Publikum auf, war in der Boulevardpresse aber vor allem für seine Liebschaften mit Frauen und seine gewaltsamen Ausbrüche im Rausch bekannt. Er starb am 22. Juni 2017. am Ende seines Lebens stand eine bemerkenswerte und ebenso traurige Karriere, wie es sie nur selten gibt.