Country Music kann in Deutschland auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken. So brachten die nach dem Zweiten Weltkrieg im Land stationierten Soldaten ihre Musik mit, und die Deutschen wurden schnell Anhänger der Musik. Heute gibt es zahlreiche bekannte Bands wie The BossHoss, die in riesigen Hallen spielen und zehntausende von Fans mit ihrer Country Music begeistern.

Dennoch hat die Country-Szene in Deutschland im Vergleich zu der anderer Länder wie etwa der U.S.A. oder auch Großbritanniens ein grundlegenden Problem: Es fehlt ein großes Festival, welches international konkurrenzfähig ist. WIr erläutern Ihnen in diesem Artikel deshalb die Problematik und gehen auf die Szene für Country Music in Deutschland näher ein.

Als Vorbild könnte dabei das C2C aus England dienen, ein sogenanntes Country to Country oder Country Music Festival. Seit dem Jahr 2013 findet es jährlich in London statt und lockt mittlerweile 60.000 Besucher an. Sie vergnügen sich an drei aufeinander folgenden Tagen mit bester Country Music. Dabei sind 95 Prozent der Besucher Britinnen und Briten, nur ein geringer Anteil von 5 Prozent reist aus dem Ausland an. Diese Zahlen zeigen dabei, wie groß der nationale Markt für Country Music im Vereinigten Königreich ist. Und sie sind auch ein Hinweis darauf, welch riesiges Potenzial im deutschen Markt steckt und durch ein vergleichbar großes Festival noch vergrößert werden könnte. Immerhin hat Deutschland deutlich mehr Einwohnerinnen und Einwohner als Großbritannien.

Zu Beginn war das C2C ein Wagnis für die Veranstalter. Es war kaum abzuschätzen, wie hoch die Kosten ausfallen und wie viele Besucher wirklich kommen würden. Am Ende lohnte sich der Aufwand aber, und für das erste C2C, welches auf nur zwei Tage ausgelegt war, konnten 17.000 Tickets verkauft werden.

In Deutschland findet sich vielleicht jemand, der dem britischen Vorbild folgen wird. Ihm dürfte dann sehr großer Erfolg beschieden sein, und die Country-Szene wäre um ein wertvolles Event reicher.