Die Geschichte der Country-Musik in Deutschland geht weit zurück. So kamen die ersten Platten mit Country-Musik bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Deutschland und fanden hier ihre Verbreitung. Noch stärker wurde die Popularität der Musik dann ab der Mitte der 40er Jahre. So brachten die stationierten amerikanischen Soldaten ihre eigene Musik mit und verfügten auch über einen eigenen Radiosender, der häufig Country spielte. Die Deutschen fanden dann schnell Gefallen an der Musik und entdeckten sie für sich.

Heute ist der Country in Deutschland sehr stark verbreitet und jedes Jahr finden zahlreiche Konzerte und Festivals statt. Dabei ist der Country vor allem ab den 80er Jahren noch einmal deutlich populärer geworden. So kam es dazu, dass sich erste eigene deutsche Musikmagazine herausbildeten, die sich nur mit dem Country befassten. Darüber hinaus etablierten sich in diesen Jahren im Land die ersten Festivals für Country-Musik. Sie waren dabei oft mit diversen Festivals für Trucker verbunden, wie etwa dem berühmten Internationalen ADAC Truck Grand Prix, der einmal im Jahr an der Rennstrecke am Nürburgring stattfindet.

Auch kam es dazu, dass erste Preise für besonders erfolgreich Musiker vergeben wurden. Diese Entwicklung führte dann auch zu einem gestiegenen kommerziellen Erfolg der Musiker. Dies machte die Country-Musik insgesamt attraktiver und schnell wurden mehr Bands gegründet als zuvor.

Die Musikindustrie reagierte auf diese Entwicklung durch die Gründung der so genannten German American Country Music Federation, die im Jahr 1993 ins Leben gerufen wurde. Dabei waren die Gründerväter der Federation Deutsche und Amerikaner. Ziel war es auch, den deutschen Markt mit amerikanischer Hilfe und Erfahrung besser erschließen zu können. Es kam dann auch zur Gründung weiterer Bands wie Silverwood, der Cripple Creek Band, der Gruppe Nashville Music Company oder auch den Slow Horses. Viele Bands coverten dabei bekannte Songs und wurden auf diese Weise schnell berühmt.