Der Country hat eine lange Geschichte, die in den USA begann und sich im Laufe der Jahre auch auf Europa ausbreitete. Dabei entwickelten sich nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland weitere Spielformen der Musikrichtung wie etwa der Alternative Country. In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf diese Unterform des Country und seine Geschichte in Deutschland.

In den USA begann die Geschichte des Alternative Country in den 60er Jahren und hing eng mit der Bürgerrechtsbewegung sowie der Popularisierung der Popmusik zusammen. In Deutschland wurde der Alternative Country ab den 1980er Jahren immer bekannter.

Dabei wurden in Deutschland vor allem der Punk und der Country miteinander verbunden. Die Richtung gewann dabei unter vielen deutschen Punks einige Bekanntheit und Beliebtheit. Dabei waren sie vor allem von Künstlern wie Steve Wynn und Bands wie Go To Blazes begeistert. Dies führte dazu, dass sich Rembert Stiewe und Reinhard Holstein, die für das Label Glitterhouse arbeiteten, näher mit der Stilart befassten. So wurde das Programm des Labels immer mehr auf den Alternative Country fokussiert. Auch ein eigenes Festival, das Orange Blossom Special Festival, wurde ins Leben gerufen. Hier werden einmal im Jahr durch das Label US-amerikanische und europäische Bands eingeladen, um ihre Songs aus dem Genre zu präsentieren.

Eine der bekanntesten deutschen Bands ist dabei ohne Zweifel die Gruppe The Waltons. Sie ist vor allem bei jungen Deutschen bekannt und beliebt. Sie bieten eine wilde Countrymischung und hatten einigen kommerziellen Erfolg. Eine weitere Gruppe ist die Band F. S. K., die Ende der 80er und zu Beginn der 90er Jahre aktiv war. Sie verhalfen dem Alternative Country in Deutschland damit zu einiger Bekanntheit. Mittlerweile ist dieses Interesse jedoch wieder deutlich zurückgegangen. So ist der Alternative Country in Deutschland kaum mehr vertreten, während der große Bruder Country nach wie vor beliebt ist.